Warenbeschaffung und Warenabsatz

Samurai - Japanische Krieger und deren Waffen

Japan Samurai Warrior anno 1900 Der Begriff Samurai bezeichnet Krieger des vorindustriellen Japans, welche meist dem Adel angehörten. Doch auch Ashigaru (=leichtgerüstete Fußsoldaten), die nicht adlig waren, werden zum Stand der Samurai gezählt. Der Begriff Samurai leitet sich vom früheren Wort "Saburai" ab, was Begleiter oder Diener heißt. Erst im frühen 17. Jahrhundert wurde Saburai durch das heute bekannte Samurai ersetzt. Nachdem 792 die Wehrpflicht abgeschafft wurde, gründeten sich freiwillige Heere, welche jedoch die Sicherheit im Land nicht aufrecht erhalten konnten und so einzelne Grundbesitzer und deren Familien dazu zwang, sich selbst zu verteidigen. Dies brachte so viel Erfolg, dass sich viele nur noch auf die Kampfkunst konzentrierten und auch Aufträge aus dem Kaiserhaus annahmen. Dies war die Geburtsstunde des Schwertadels (=Buke). Mit zunehmender Zeit wurden die Samurai zu einer der regierenden Schichten und verwiesen den Kaiser auf eine rein zeremonielle Funktion. Wie auch im mittelalterlichen Deutschland gab es in Japan das Feudalsystem. So hatten die adligen Samurai einen Lehnsherrn, der ihnen jährlich eine festgesetzte Menge an Reis (=Koku) als Gehalt bot. Dies war abhängig von Familienzugehörigkeit, Status und persönlichem Verdienst. Ein hoher Samurai verfügte über etwa 100.000 Koku Reis, wobei 1 Koku ca 100 Euro entspricht.
Die Religion der meisten Samurai war der Buddhismus, wobei sich viele der Ritter nicht an dessen heilige Regeln hielten, sondern Menschen und Tieren Leid zufügten. Dennoch wurde der Glauben und dessen Rituale von ihnen praktiziert, selbst von den Ronin, Samurai, welche in Ungnade gefallen waren.
Mit drei Jahren wurde begonnen den Schüler zum Samurai auszubilden. Diese Ausbildung bestand hauptsächlich aus Körperbeherrschung und Schmerzunterdrückung. Sie lernten lesen und schreiben und im Alter zwischen fünf und sieben Jahren begann die Ausbildung im Waffenumgang. Mit etwa zwölf Jahren kamen sie zur Lehre zu einem älteren Samurai, der sie über Jahre hinweg weiterbildete. Das Ende der Ausbildung wurde mit der Zeremonie des Gempuku gefeiert, bei der der Schüler seinen Kindernamen ablegte und einen neuen Namen bekam. Ebenso erhielt er seine Waffen.
Die Bewaffnung der Samurai bestand aus einem Schwerterpaar (=Daisho) und bildete die Hauptwaffen. Zudem waren sie äußerliches Kennzeichen der sozialen Stellung. Dazu gehörte das lange Katana und das kurze Kotetsu. Die Schwerter waren leicht gekrümmt und auf beiden Seiten unterschiedlich gehärtet und führten bei einem Treffer zu tiefen Schnittwunden und abgetrennten Gliedmaßen. Als weitere Waffe ist der Bogen (=Yumi) zu nennen, vor allem der Langbogen, der es aufgrund seiner asymmetrischen Form sogar möglich machte vom Pferd aus zu schießen und Treffer aus 300 Metern Entfernung zuließ. Zudem besaßen sie zwei Lanzen, die Schwertlanze (=Naginata) lang und gebogen und die Zweite, Yari genannt, mit dreieckiger und dolchartiger Spitze, welche beidseitig geschliffen war. Zur Notwehr trug jeder Samurai noch zusätzlich einen Dolch (=Tanto) mit sich.
Getragen hatte der Samurai eine Rüstung (=Yoroi), die aus Brustpanzer, Helm, Arm- und Beinschienen, sowie einem Gesichtsschutz bestand. Diese war leichter als europäische Rüstungen, wurden allerdings nur in Schlachten getragen. Während des Palastdienstes trugen sie normale Kleidung. Auch kommen die Yoroi nur komplett vor im Gegensatz zu den im Westen einzeln getragenen Brustharnischen. Unterhalb der Rüstung trug man ein Untergewand, meist ein Kimono oder Yukata. Die Teile der Rüstung waren so angelegt, dass man sich relativ frei bewegen konnte um ein Schwert zu führen, dennoch war man eingeschränkt, was zur Notwendigkeit der Langschwerter führte. Die einfachsten Yorois bestanden aus Baumwolle oder Leder und waren mit Bambusplättchen verstärkt, hochwertige Rüstungen bestanden aus Metallplatten und konnten sehr luxuriös ausgeführt sein.

Tiger Balm Garden in Hong Kong

Tiger Balm Garden in Hong KongEines von vielen Ausflugszielen in Hong Kong ist der Tiger Balm Garden. Es ist ein außergewöhnliches Ausflugziel, welches immer mehr Interesse weckt bei Touristen und auch Einheimischen. Es kommt oft vor, dass man auf Schulklassen trifft die sich mit der Thematik bzw. der Ausstellung befassen. Das äußerliche Gebäude des Tiger Balm Garden zieht keine besonderen Blicke auf sich, da es sehr unscheinbar aussieht. Die Parkanlage liegt am Fuße eines Berges, der sich westlich empor hebt. Östlich von dem Park stehen typisch chinesische Hochhäuser, die auf den ersten Eindruck gar keinen Park vermuten lassen. Doch wenn man durch die Eingangstore blickt wird man eines besseren belehrt.
Die Geschichte des Tiger Balm Garden reicht in das Jahr 1935 zurück. Ein gewisser Aw Boon Haw erbaute diesen Garten. Der Park sollte dem Volk dienen und in erster Linie zur Erholung von Seele und Körper verhelfen. Der Name Tiger Balm wurde übernommen von einem ätherischen Öl riechenden Balsams. Dieses Balsam, welches heilende und beruhigende Stoffe enthält wurde in dem geographischen Raum Südostasien verkauft. Der Bekanntheitsgrad des Öles war zu diesem Zeitpunkt relativ hoch, so dass Aw Boon Haw zu gewaltigem Reichtum gelang. Er baute aus einer Betonlandschaft einen erblühenden Garten mit der Thematik der chinesischen Mythologie die Jahrhunderte übergeben wurde von den Vorfahren. Der Tiger Balm Garden besteht aus einer Phantasielandschaft. Es wurden künstliche Grotten angelegt, Felsen die aussehen als wären diese direkt aus einem Steinbruch geschlagen und zahlreiche Pavillons und Pagoden schmücken den Anblick des Gartens. Fast in jeder Ecke stehen bunte aufwendig bemalte Figuren von Personen, Fabelwesen und Tieren. Alle Statuen haben einen Sinn bzw. sind in der chineschischen Mythologie wieder zu finden. Es sind keine ausgedachten Statuen zu finden, grade das macht es einzigartig. Die Vielfalt der Statuen ist atemberaubend, selbst als Leihe wird man in den Ban gezogen. Nachstellungen der daoistischen Hölle zeigen die unterschiedlichsten Bestrafungen der Sünder auf Erden. Alles in allem sieht man, dass China eines der längsten Geschichten der Erde hat und zahlreiche Kulturnen das Land prägten.

Den Tiger Balm Garden kann man täglich Besuchen. Die Öffnungszeiten variieren nicht, selbst an Feiertagen hat der Park geöffnet. Die Anbindung ist sehr gut, es fahren Busse oder auch mit dem Taxi ist man schnell an dem Ziel angelangt.